Popeye
ISBN: 978-3-936384-31-4
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Das Giggelhuhn – Das 8. Weltmeer – Das Seeweib ihre Schwester - Aache Popeye – Popeye sein Pappa - Misterijöse Melodie
Am 17. Januar 1929 sucht Kastor im Hafenviertel nach einer Besatzung für sein Boot. An der Pier trifft er auf einen salzwassergegerbten Mann im Matrosenanzug mit aufgepumpten Unterarmen, auf denen tätowierte Anker prangen. Kastor entblödet sich nicht, den grantig dreinblickenden Matrosen zu fragen: „Sind Sie Seemann?” - worauf der zurückblafft: „Seh ich vielleicht aus wie ’n Cowboy?”
Mit dieser Szene aus E. C. Segars „Fingerhutbühne” schlug die Geburtsstunde von Popeye, dem sturen Seemann, der pro Atemzug mindestens zwei Flüche ausstößt - und das, ohne die Pfeife aus dem Mund zu nehmen. Weiteres Markenzeichen: wüste Keilereien - gern auch mal mit seiner Angebeteten Olivia Öl oder Poopdeck Pappy, der trotz seiner 99 Jahre noch ordentlich austeilt. Außerdem mit von der Partie: das giftige Seeweib; Alice die Wumme; der verfressene Wimpy; Swee’Pea, das jähzornige Ziehsöhnchen; Eugen der Jeep - und natürlich Bernice, das unumbringbare afrikanische Flucht- und Giggelhuhn.
Im Laufe seiner Karriere wurde Popeye immer mehr zu einem eindimensionalen Grobian. Der ursprüngliche Popeye hat damit nichts gemein. In der vorliegenden Ausgabe sind auf fast 500 Seiten die großen Seeabenteuer des liebenswerten Originals versammelt: in kongenialer Übersetzung, die dem grantigen Seebären erstmals eine eigene Sprache verleiht: „Lot mi an Land, ich pesorch mir wohl pesser ’n Schiff.”
Elzie Crisler Segar wurde 1894 als jüngstes von acht Kindern geboren. Mit 18 Jahren entschloss sich Segar, Comiczeichner zu werden. 1919 schuf er die „Fingerhutbühne”, in der Popeye von einer Neben- rasch in die Hauptrolle wechselte und eine der erfolgreichsten Comicfiguren aller Zeiten wurde. In den sonst eher trüben Jahren der Great Depression steigerte das sympathische Raubein nicht nur die Comicauflagen, sondern ließ auch den Konsum von Spinat in schwindelnde Höhen schnellen. E.C. Segar starb 1938.
Ebi Naumann, Jahrgang 1949: Als ihm endlich dämmerte, dass mit Popeyes Bitte, „ihn überssusezzen”, kein vergnüglicher Kurztrip über die Elbe gemeint war, befanden die beiden sich schon auf hoher See und würfelten verbissen um die Zielsprache. In einem Punkt hatte er den ollen Seebären immerhin richtig verstanden: „Verknüklich isti Schose wie nix Kutes! Lot mi an Land!”
Wenn Sie meinen, Sie wüssten alles über Popeye, machen Sie sich auf eine Offenbarung gefasst: Der echte Popeye, der zwischen 1929 und 1938 seinen Auftritt hatte, war nichts für Kinder. Er war einer der bedeutendsten Beiträge zur Literatur des 20. Jahrhunderts. (Art Spiegelman)
Popeye
mareverlag
Segar, Elzie C. ISBN: 978-3-936384-31-4
